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Vitus-Lied
Nicht
um Perlen, nicht um Gold,
nicht
um Reichtum aller Welt
geb
ich meinen Christensinn,
meines
Jesu Glauben hin.
Also
sprach St. Vitus fest,
war
ein Knabe schwach und klein,
als
der Heidenkaiser droht
ihm
mit Flammen-Martertod.
"Jesus
lästern kann ich nicht,
aber
sterben wohl für ihn!
Nehmt
mein Leben, nehmt mein Blut,
stürzt
mich in die Flammenglut."
Und
der Kaiser hört's ergrimmt,
schwingt
das Zepter zum Befehl:
"Henkersknechte,
seid bemüht,
dass
das Öl im Kessel glüht!"
Vitus
aber klaget nicht,
in
die heiße Glut getaucht.
Zu
dem Himmel blickt er auf,
endet
froh der Qualen Lauf.
Engel
winken ihm herab,
aus
des Himmels heitern Höhn.
Zeigen
ihm den Siegeskranz
und
des Heilands Strahlenglanz.
Und
so sei des Knaben Tod
uns
ein hoch erbaulich Bild,
dass
wir ohne Furcht und Scheu
unserm
Heiland bleiben treu.
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